Science Fiction erzählt von fremden Welten, technologischen Umbrüchen und interstellaren Gesellschaften und kann diese Räume zugleich nutzen, um Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Körperlichkeit und Liebe neu zu denken.
Unsere heutigen Buchempfehlungen zeigen, wie vielfältig dieses Denken sein kann: mal philosophisch und nachdenklich, mal actionreich, dystopisch oder hoffnungsvoll-utopisch. Mal lernen wir queere Protagonisten kennen, mal ganze Gesellschaften jenseits binärer Geschlechterordnungen. Ihnen gemeinsam ist der Blick auf eine Zukunft, in der Vielfalt nicht nur sichtbar wird, sondern zentrale Grundlage der erzählten Welt ist.
Ursula K. Le Guin hinterfragte in ihren Werken viele traditionelle Vorstellungen von Geschlecht und Identität. Ihr vielleicht bekanntester Roman Die linke Hand der Dunkelheit (1969) erzählt von einer Gesellschaft ohne feste Geschlechterrollen. Zusammen mit Joanna Russ und anderen beeinflusste sie viele spätere queere Autor*innen und Autoren und erweiterte die thematischen Grenzen des Genres nachhaltig.
Autonom (2018) von Annalee Newitz ist ein intelligenter Cyberpunk-Roman über Eigentum, Freiheit und künstliche Intelligenz. Mit queeren Figuren, gesellschaftskritischen Ideen und spannender Handlung entwirft der Roman eine faszinierende Zukunft, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine zunehmend verschwimmen.
Das Licht ungewöhnlicher Sterne (2024) von Ryka Aoki verbindet auf ungewöhnliche Weise Fantasy, Science Fiction und berührende Coming-of-Age-Themen. Wer ein warmherziges, originelles und queeres Buch jenseits klassischer Genregrenzen sucht, wird hier fündig.
Eine weitere ungewöhnliche Genremischung bietet Ich bin Gideon (2020) von Tamsyn Muir. Mit bissigem Humor, einer komplexen Figurenkonstellation und einer atmosphärischen Gothic-Ästhetik ein ebenso spannendes wie originelles Leseerlebnis.
Titans Kinder (2022) von Aiki Mira führt uns schließlich auf den Saturnmond Titan, wo eine geheimnisvolle Forschungsstation und eine fremde Lebensform die Grenzen von Biologie, Identität und Gesellschaft herausfordern.
Natürlich gibt es wie immer eine weit umfangreichere Buchliste zum Thema – und natürlich die Bücher selbst – in unserem Newsletter-Regal.
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