Die Foundation

Cover: Isaac Asimov: Foundation - Cover TV-SerieCover: Isaac Asimov: Foundation Trilogie, Heyne NeuausgabeNun ist es also so weit: Nach vielen Jahren und vielen Machern, die erfolglos versucht haben, den monströsen Zyklus zu verfilmen (darunter auch Roland Emmerich!), startet die Foundation jetzt als Serie. Der verantwortliche Macher ist David S. Goyer, ein Genre-Veteran, der zahllose Projekte geschrieben hat.

David Goyer hat mit Christopher Nolan an dessen Batman-Trilogie gearbeitet (Story für Film 2 und 3), das Drehbuch für Dark City, für die Blade-Trilogie, oder auch für die Superman-Filme von Zack Snyder verfasst. Als Produzent zeichnete er u.a. für Mission to Mars oder Tomorrow War verantwortlich. Nicht alles, was er im Laufe seiner Karriere verfasst hat, war auch ein Erfolg, aber die Hits überwiegen. 

Goyer ist die Umsetzung der als unverfilmbar geltenden Foundation mit einem Kniff gelungen, den er sich von Asimovs Erben hat bewilligen lassen: Er hat die Geschichte umgestellt. Er hat die Figuren verändert, und die vorwiegend von Männern getragene Geschichte diversifiziert. Er hat Erotik und Sex hinzugefügt, die bei Asimov vollständig fehlen.

Er hat einer Figur übermenschlich langes Leben verpasst, um die gewaltige Zeitspanne der Geschichte mit einem Faden zu versehen. Und – er hat die optische Gestaltung für die Serie von Grund auf neu entwickeln lassen. Er hat die Foundation quasi von Grund auf überarbeitet und so viele Hinweise und Handlungsfäden eingebaut, um mit der ersten Staffel den Grundstein für die geplanten 8 (!) Staffeln solide zu zementieren.

Asimovs Zyklus, frühen Erzählungen entsprungen, begann sein Leben in Romanform mit der Veröffentlichung von “Der Tausendjahresplan”, 1951 (Foundation). “Der galaktische General” folgte 1952 (Foundation and Empire) und “Alle Wege führen nach Trantor”, 1953 (Second Foundation) bildeten die Trilogie, mit der für Asimov die Geschichte erzählt war.

Jahre später ließ er sich von seinem Verleger zu einem weiteren Buch überreden – und machte daraus gleich mehrere zusätzliche Bände – zwei Prequels und zwei Sequels.

Die erweiterte Foundation sah danach so aus:

  1. Die Rettung des Imperiums
  2. Das Foundation Projekt
  3. Der Tausendjahresplan
  4. Der galaktische General
  5. Alle Wege führen nach Trantor
  6. Auf der Suche nach der Erde
  7. Die Rückkehr zur Erde

Danach erweiterte Asimov die Foundation ein weiteres Mal, fügte die Roboter-Geschichten hinzu, und diverse Einzelromane. Mit diesen Erweiterungen, die Asimov bis zu seinem Lebensende vorantrieb, kam er auf 18 Bände. Entstehungsdatum und Reihenfolge der Werke hatten keinerlei Zusammenhang mehr.

Der Einfachheit halber ist die Reihung hier mit den englischen Titeln zuerst (manche der Bücher hatten im Laufe der Jahre verschiedene dt. Titel bekommen):

1. I, Robot (1950): Fixup aus 9 Roboter-Erzählungen

2. The Positronic Man (1992) (dt. Der positronische Mann)

3. Nemesis (1989) (dt. Nemesis): 23. Jahrhundert; Einzelroman

4. The Caves of Steel (1954) (dt. Die Stahlhöhlen, aka Der Mann von drüben)

5. The Naked Sun (1957) (dt. Die nackte Sonne)

6. The Robots of Dawn (1983) (dt. Aufbruch zu den Sternen, aka Aurora oder der Aufbruch zu den Sternen)

7. Robots and Empire (1985) (dt. Das galaktische Imperium)

8. The Stars, Like Dust (1951) (dt. Sterne wie Staub)

9. The Currents of Space (1952) (dt. Der fiebernde Planet, aka Ströme im All)

10. Pebble in the Sky (1950) (dt. Radioaktiv…!, aka Ein Sandkorn am Himmel)

11. Prelude to Foundation (1988) (dt. Die Rettung des Imperiums)

12. Forward the Foundation (1993) (dt. Das Foundation Projekt)

13. Foundation (1951) (dt: Der Tausendjahresplan, aka Terminus – der letzte Planet)

14. Foundation and Empire (1952) (dt. Der galaktische General, aka Stiftung und Imperium, aka Foundation und Imperium)

15. Second Foundation (1953) (dt. Alle Wege führen nach Trantor)

16. Foundation’s Edge (1982) (dt. Auf der Suche nach der Erde)

17. Foundation and Earth (1986) (dt. Die Rückkehr zur Erde)

18. The End of Eternity (1955) (dt. Das Ende der Ewigkeit, aka Am Ende der Ewigkeit)

Fertig? Nein.

Noch zu Lebzeiten hatte Asimov Erweiterungen durch andere Autoren bewilligt (so z.b. die Caliban-Trilogie von Roger MacBride Allen, in der gleich auch die Asimov’sche Robotergesetze umgeschrieben wurden) und auch Asimovs Erben haben zusätzliche Romane zugelassen, die innerhalb der Foundation angesiedelt sind.

Die komplette Aufstellung führt auch – bei den 18 Bänden – den Zeitrahmen auf, in dem die Geschichte spielt. Wie umfangreich man es auch immer haben will, die Foundation gibt es in verschiedenen Formaten, um es salopp zu formulieren. 3 Romane, 7 Romane oder 18 Romane. Und jede Version davon hat ihre Berechtigung.

In jedem Zyklus-Umfang sind die Asimov-Bücher der Foundation zum Ausleihen vorhanden. Auch einige der Erweiterungen durch andere Autoren sind verfügbar.

Gute Unterhaltung mit der Foundation, in welchem Umfang auch immer.

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